tagesschau24

Presseclub

Diskussion, Zeitgeschehen • 09.11.2026 • 02:32 - 03:15
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Presseclub
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Diskussion, Zeitgeschehen
Bei den Midterms haben die Demokraten einen historischen Sieg errungen. Sie haben in beiden Häusern des Kongresses die Mehrheit erobert. Selbst in Bundesstaaten, die jahrzehntelang als sichere Hochburgen der Republikaner galten, gingen die Demokraten als Sieger hervor. Das Ergebnis ist eine deutliche Abstrafung von Präsident Trump und seiner Politik. Viele Wähler reagierten auf die hohen Spritpreise und Lebenshaltungskosten. Es ging um die Vorwürfe von Korruption und die milliardenschwere Bereicherung der Trump-Familie. Auch der Iran-Krieg hat viele dazu bewogen, ihre Stimme den Demokraten zu geben. Der Präsident hat die Niederlage seiner Partei akzeptiert. Nun droht ihm im Kongress die Blockade. Doch mit Dekreten, Notstandsbefugnissen und Vetos behält er mächtige Hebel in der Hand - mit ungewissen Folgen für seine Partei, für die USA und für die Welt. Bislang hat sich Trump nur wenig von Parlament, Gerichten oder anderen Institutionen in seinem Handeln beeindrucken lassen. Seine Präsidentschaft hat schon jetzt deutliche Spuren hinterlassen und das Land verändert. Er hat Teile des Justizapparats politisch auf seinen Kurs gebracht, wichtige Institutionen geschlossen oder geschwächt. Und er übt Druck auf Medien und Wissenschaft aus. Sind diese Entwicklungen zu korrigieren? Ist die amerikanische Demokratie noch intakt? Was bedeutet der demokratische Sieg für die verbleibenden zwei Jahre, die Trump noch im Amt bleibt? Wird ein politisch geschwächter Präsident jetzt erst recht rücksichtslos agieren? Darüber diskutiert ARD-Moderator und Wahlexperte Jörg Schönenborn mit den Gästen: * Katrin Bennhold, New York Times * Josef Braml, Publizist * Michaela Küfner, Deutsche Welle * Andreas Ross, Frankfurter Allgemeine Zeitung Katrin Bennhold, New York Times Katrin Bennhold wuchs in Osnabrück auf und studierte Wirtschaftswissenschaften an der London School of Economics. Außerdem war sie Nieman Fellow an der Havard University. Seit 2004 ist sie bei der New York Times, wo sie über Migration, Terror, die Folgen des Brexit, Rechtsextrimus und den Aufstieg von Nationalismus und Populismus in Europa geschrieben hat. Bis September 2025 war sie die Leiterin des Berlin-Büros der New York Times. Seit dem betreut sie den The New York Times Newsletter "The World". Josef Braml, Publizist Dr. Josef Braml ist USA-Experte, Politikwissenschaftler und Autor zahlreicher Bücher über die USA und die internationale Ordnung. Sein jüngstes Buch "Die narzisstische Nation: Amerika, Europa und die Psychologie der Macht" analysiert die politischen und psychologischen Triebkräfte der gegenwärtigen Entwicklungen in Amerika und deren Folgen für Europa. Zu seinen weiteren Büchern zählen "Amerika, Gott und die Welt", "Der amerikanische Patient", "Trumps Amerika", "Die transatlantische Illusion" sowie, gemeinsam mit Mathew Burrows, "Die Traumwandler" und "World to Come". Josef Braml ist ein gefragter Interviewpartner deutscher und internationaler Medien und veröffentlicht aktuelle Analysen regelmäßig über seinen Blog "Der USA-Experte". Michaela Küfner, Deutsche Welle Michaela Küfner ist Chefkorrespondentin der Deutschen Welle und berichtet seit ihrer Rückkehr aus dem Studio Washington aus dem politischen Berlin. Regelmässig erklärt sie als Co-Host des Vodcast "Berlin Briefing" einem internationalen Publikum die deutsche Politik. Als Wahlbeobachterin hat sie international Erfahrung bei der Beobachtung und Analyse zahlreicher Wahlprozesse, auch der USA. In Deutschland geboren, wurde sie in den USA eingeschult und studierte in Großbritannien. Andreas Ross, Frankfurter Allgemeine Zeitung Andreas Ross, geboren 1975 am Niederrhein, sammelte als Schüler, Zivildienstleistender und Student Auslandserfahrungen in Montana, Lille, Amsterdam und Barcelona. Nach seinem Abschluss in Europäischen Studien und journalistischen Stationen in Hamburg trat er 2004 in die Politische Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein. Von 2013 bis 2018 beobachtete er als F.A.Z.-Korrespondent